Ausgangssituation
Die Anfrage der Finanzverwaltung offenbarte ein typisches Compliance-Problem multinationaler Unternehmen: Verrechnungspreisarbeiten waren vorhanden, doch die historischen Nachweise waren auf Dokumentation, Benchmarking-Unterlagen und Arbeitstabellen verteilt, und nicht alle früheren Perioden waren nach demselben Standard dokumentiert. Die unmittelbare Aufgabe bestand darin, der Finanzverwaltung zu antworten; die weitergehende Aufgabe war, zu verstehen, welche Annahmen die ausgewiesene Marge stützten und wo die historische Dokumentationslücke tatsächlich lag.
Unsere Lösung
Wir stellten die vorhandene Verrechnungspreisdokumentation und die Benchmarking-Unterlagen zusammen, glichen die maßgeblichen Profitabilitätsannahmen ab und prüften die von den bestehenden Akten abgedeckten Jahre. Wir identifizierten die in der Analyse verwendeten Benchmark-Indikatoren, verknüpften sie mit dem operativen Ergebnis der Gesellschaft und trennten vorhandene Nachweise von Perioden, die nachgearbeitet werden mussten. So entstand ein stimmiges Antwortpaket anstelle unzusammenhängender historischer Dateien. Zugleich erhielt das Management einen klareren Überblick über den Stand der lokalen Verrechnungspreis-Compliance der Gruppe und über die noch erforderlichen Dokumentationsarbeiten.
Ergebnis
Die Gesellschaft machte aus fragmentiertem historischem Material eine belastbare, strukturierte Verrechnungspreisakte für die Anfrage der Finanzverwaltung und erhielt zugleich einen klar abgegrenzten Plan zur Nachbesserung früherer Dokumentationslücken. Das verringerte die Unsicherheit für das Management und machte die künftige Verrechnungspreis-Compliance systematischer.